NA15 bei der Amadeus Awards Aftershow-Party
Unser Lieblingsfrontman (wir haben allerdings auch keinen anderen) hat seine Beziehungen spielen lassen (er ist Mitglied im Fanclub der “Jungen Zillertaler” und hat dort ein Preisausschreiben zum Thema “Warum solltest du zur Amadeus Aftershow Party?” mit einem Aufsatz über die “Manifestation des Amoralischen in der hermetischen Dichtung des Hans Hinterseer” gewonnen, außerdem hat er gute Verbindungen zu Walter Meischberger, der hat den Rest erledigt), sich in sein “Smart Casual” Outfit geworfen und den Volksgarten gerockt. Warum? Wegen der zwei schönsten Worte, die ein mittelloser Künstler kennt: “Open Bar”! Und natürlich ließ er es sich net nehmen, Fotos mit allem was er vor Linse bekam zu schießen. Hier die volle Fototour:
Das ist der Andreas Gabalier. Und der wollte partous kein Foto mit dem EdMäc machen, bevor nicht ein Tropfen Bier seine Volks-Rock n Rollende Kehle hinuntergeflossen war. Worauf der Edi mit ihm anstieß, sie ansetzten und tranken. Während der Quetschen-Barde behutsam trank, exte der Edi das Bier, zwecks Einschüchterung. Dem Herrn Gabalier hats offensichtlich gefallen, er und die Flasche (rechts im Bild, mit Flasche) fanden gemeinsam auf dieses Kunstwerk.
Das nächste Opfer ließ nicht lange auf sich warten: Fii ist ein persönlicher Liebling vom Edi. Und war immer in der Fernsehübertragung des Awards zu sehen, wenn sie von der Galerie im Volkstheater Bilder sendeten. Gelbe T-Shirts ftw. Hmmm… Wir sollten unser Bühnenoutfit überdenken.
Wo wir von persönlichen Lieblingen reden: Ladies und Gentleman: Skero! Und den kennt der Edi nicht erst seit “Kabinenparty”. Als jahrelanger Texta-Fan stieg unser Frontman dem Herrn sogar ziemlich “zuche”. Der nahms aber gelassen, rauchte sich eine an und hörte zu wie ihm der Edi Text um Text um Text vortrug und antwortete cool auf die Frage: “Darf ich euch jetzt featuren?” mit einem gelassen “Geh scheißen!” Das war das netteste was je ein anderer Rapper zum EdMäc gesagt hatte.
Und ein weiteres Stück aus der Kategorie “Coole Sau”: Hubert von Goisern. Der hatte nur kurz Zeit weil er seine Band suchte, macht aber nix, der Edi war sich noch nie z’schad dafür Leute von ihren Plänen abzuhalten (so wie der von Philipp, Alex und Stefan mal von der Musik leben zu können, oder sich selbst davon seinen Magister zu machen). Ein paar Nettigkeiten später war der Herr von Goisern bei seiner Band und der Edi an der Bar. Frei nach dem Motto: “Rinnan tuats guat!”
Und weiter ging’s mit dem Herrn Marcus Smaller. Der war dem Edi kein Unbekannter, denn abgesehen von den außerkörperlichen Erlebnissen, die ihm immer mal wieder auf NA15 Konzerten passiert sind hat er noch niemand anderen so oft auf der Bühne gesehen wie 3 Feet Smaller. Und das Gespräch war auch dementsprechend leiwand. Also fürn Edi. Weil er der einzige war, der geredet hat. Is oft so. Nicht dass der Smaller Markus net reden wollt, er kam nur nicht dazu. Der Edi nennt das eine Kommunikationstaktik. Alle anderen nennen es unhöflich.
Des is da Ösi-Bua. Da Ösi-Bua is ana der coolsten Säcke, die je auf ana Oim geshuffelt hom. Wer des Video zu “I bin da Ösi-Bua” nau net kennt, der suitat jetzt auf jutuhb schauen, weil es is nur leiwand. Des Video unter dem Link übrigens aaah. Mia hom a hoibe zsaum trunga und a bissl gredt miteinaund. A Muadstrumm-Buasch!
Für das Foto ist der Edi eine Stunde durch den Volksgarten gelaufen: So geil war’s in der Szene damals mit den Krautschädlern, dann gewinnens auch noch einen Amadeus UND den auch noch in der “Hard & Heavy” Kategorie? Na bei all den Erfolgen musste noch ein Foto mit dem EdMäc dazukommen. Schließlich lief er dann dem Bassisten der Schädler über den Weg. Die beiden hatten sich schon in der Szene gut unterhalten (weil der eine Germanistik- der andere Philosophiestudent – und Ex-Germanistler – da versteht man sich, wenn die berufliche Zukunft im Studienfeld zappenduster is). Diesmal war nicht soviel Zeit. Aber Zeit genug für ein Foto unter arbeitslosen Akademikerkollegen und vor allem Musikerkollegen.
Und zu guter Letzt lassen wir das “wir” mal hinter uns, denn die folgende Geschichte ist eine sehr persönliche (und es weiß eh jeder, dass der Edi das hier schreibt und einfach nur im Pluralis Maiestatis von sich selbst spricht, wegen dem übersteigerten Ego und so):
Echt. Ich wollt jetzt was total Böses schreiben. Darüber wie die beiden die Reputation der Österreichischen Popmusik im Ausland endgültig in den “Popo” bringen werden, darüber wie ihr Proletendreck den Untertitel Rap nicht benutzen darf und was weiß ich. Aber ganz ehrlich: Die beiden sind echt nette Burschen. Wir standen da so bei einem Gläschen Chardonnay und unterhielten uns über die existential-philosophischen Diskurse innerhalb der Texte ihrer ersten drei Alben. Sie erzählten mir, wie sehr Sartre und vor allem Adorno sie beim Lieder schreiben beeinflussen und selten hab ich jemanden gesehen, der Heideggers “Erde/Welt” – Dualismus so verständlich erklären kann wie der Plöchl Lukas, der es auch wagt den großen Bogen zu Hegel und dessen Ästhetik zu schlagen. Wir unterhielten uns ein wenig über Barock-Dichtung und Zwölftonmusik, zählten uns gegenseitig unsere liebsten expressionistischen Dichter auf und tranken schließlich Bruderschaft ob unserer gegenseitigen Verehrung von weiland Ernst Jandl. Vermutlich hätt ich neue Freunde fürs Leben gefunden, wär nicht ein sturzbetrunkener Martin Blumenau “WOKI MIT DEIM POPO”-gröhlend zwischen uns gestürmt. Der Chardonnay wurde umgestoßen, die Stimmung war im Keller und der Abend gelaufen. Ich schnappte meine Süße (der ich für das fotografieren und das tapfer mit Stöckelschuhen an den Füßen meiner Sensationsgeilheit-Nachlaufen ganz herzlich danke), stieg in ein Taxi und im Radio lief gerade “Woki mit deim Popo”. Ein so ein Scheißdreck.
Aber im Ernst: Es war ein geiler Abend und natürlich hab ich hier des Unterhaltungswerts wegen übertrieben (meistens). Im Endeffekt sind all die Personen auf diesen Fotos auf ihre Art und für ihre Fans großartig, ob man deren Musik persönlich nun mag oder nicht. Es war toll mit denen zu sprechen, mit denen ich gesprochen habe, und ein wenig Einblick ins “Big Biz” konnt ich auch gewinnen. Ich danke den Jungen Zillertalern und dem Meischi dafür, dass ich das erleben durfte. Und dem Hinterseer Hans, ohne die Genialität deiner Dichtung, lieber Hansi, wär das nie möglich gewesen. Glaub mir: Irgendwann werns merken, was ihnen bei dir entgangen is!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 8
One last time, for the ladies… und die Gentleman: Die Messe war hinter uns, die Heimfahrt vor uns und vier elendig lange Stunden Warterei dazwischen. Solange wollen wir euch jetzt nicht auf die Folter spannen, daher:
Gott, waren wir müde. Eingekehrt in irgendein Bierlokal am Frankfurter Bahnhof fühlten wir die Lasten des Tages erst so richtig. Die ganzen Kilometer die wir gehatscht waren, all die “Smoke on the Waters”, “Stariway to heavens” und undefinierbaren Soli die wir gehört hatten, all die Biere die wir im Laufe des Vortages und dieses Tages getrunken hatten: wir bekamen sie zu spüren. Und mit “wir” meinen wir den Edi. Der Alex war auf äußerst gruselige Weise fit, vielleicht nicht motiviert, aber fit. Was ihn nicht unbedingt zum Liebling vom Edi machte. Vor allem weil der Alex die ganze Zeit meinte: “Du schaust so fertig aus. Lass mich ein Foto machen.” Und der Edi meinte “Weil ich es bin Und jetzt nimm die Scheiß Kamera aus meinem Gesicht.” Lustig war’s so in dem Bierlokal am Frankfurter Bahnhof: müde aber doch gepisst schrie der Edi um sich und tat das, was er am besten kann: er fiel negativ auf.
Unsere nächste Station war die “T-Mobile Lounge” am Bahnhof, bei der wir hofften ein wenig ins Internet zu können um vielleicht gleich ein Foto online zu stellen. Aber nix da. 5 Euro die Stunde – sunst foaht dei Zahnbürschtl morgn ins Leere. Die Stimmung vom Edi sank ins Bodenlose. Dem Alex wars wurscht. Man muss dazu sagen, er hatte ja auch noch Bier im Rucksack, der Edi nicht.
Kurze Miilchmädchenrechnung: Ihr habt kein Bier mehr und nurmehr € 5,00 in der Tasche. Ihr hättet gern noch zwei Dosen für die Heimfahrt, also 1 Liter. Eine Dose kostet am Bahnhofskiosk mindestens 2,70. Oasch. Und dann entdeckt ihr den Grund, warum die Dänen leiwander sind als die Schweden: Während letztere nur 0,33 Zipfer (bläch) in ihren IKEA-Restaurants ausschenken, schenken erstere einen Liter Bier in der 1 LITER DOSE für 5,00 her. Der Abend war gerettet, der Edi überglücklich, erst recht, als er ganz unten in seinem Rucksack noch zwei Dosen Budvar fand, die er dann doch dem dänischen Lebensretter vorzog. Den hat er dann übrigens bei unserem Gig in Graz eine Woche drauf geleert. Lecker wars, aber pisswarm. Scheiß Physik, scheiß Dänen.
Der Tag hatte uns alle geschafft und das machte sich auch bemerkbar – ja, jetzt hören wir vom Günther: Kaum hatten wir alle vier einen Sitzplatz gefunden, packten wir alle die Gratis – Gitarre&Bass Magazine aus, die auf der Messe verteilt wurden – Ausgabe 9/2009 – und lasen darin. Oder taten zumindest so, denn heimlich still und leise verließ der Günther die Welt der Wachen und trat ein in die Traumwelt. Im Sitzen, gestützt auf seinen Koffer und getarnt hinter seinem Gitarre&Bass. Und oida war er gepisst, als er mitgekriegt hat, dass wir die Kamera auf ihn gerichtet hatten. Aber ich glaub weniger wegen der Kamera und mehr weil er grade wach geworden war, was ihm echt nicht recht schien. Und zum Thema von ihm hören: ein bisserl geschnarcht hat er auch, grad genug, dass McDonalds auf der gerodeten Urwaldfläche Fleisch für zwei Burger “anbauen” könnt. Erschwerend kam noch hinzu, dass gerade auf unserem Gleis ein schadhafter ICE stand: 20 Minuten zusätzliche Wartezeit auf die Heimfahrt. Stand auf der Tafel. Eine Stunde wars in etwa in echt. Im Abteil sitzen war eine Erleichterung, der Edi riss sich eine Hüsn auf, alle anderen schliefen recht bald ein. Was er wach noch so erlebte? Nix, außer, dass wir in Regensburg wohl 2 Stunden standen um auf einen anderen Zugteil zu warten und dass ein alter Mann immer wieder am Gang vor den Abteilen auf und ab ging, aber nichts Nenneswertes sonst.
Der Edi ist ja Gangsta und kein Geographielehrer, aber selbst ihm kam es komisch vor, dass wir gegen Mitternacht von Frankfurt abgefahren waren und nach 7 Stunden noch immer nicht in Österreich waren. Als wir dann in Österreich waren gings eh schnell und wir waren bald zu Hause. Wie Ihr seht hatte der Edi seine Schuhe ausgezogen, damit wir im Abteil auch ja unter uns blieben (und weil seine Füße geschwollen waren, das glaubst net). Ein toller Trip neigte sich dem Ende zu und ein neuer Tag begann. Ein neuer Tag für NA15.
So, ihr Lieben, das war’s aus Frankfurt und dem Drumherum. Wie ihr seht gab’s nach der Messe nicht mehr viel zu sagen oder zu erleben, aber wir hoffen es hat euch Spaß gemacht darüber zu lesen. Insgesamt war es sehr sehr geil und wir bedanken uns bei allen, die das möglich gemacht haben.
In diesem Sinne: stay tuned für neue und aufregende Erlebnisse eurer neuen Lieblingsband:…
… uns!
PS.: DIESEN FREITAG ROCKEN WIR DAS FIFTY IN ASPERHOFEN. DRAUßEN STEHT DER BRANDWAGEN UND WIR DRINNEN AUF DER BÜHNE. WER ZEIT HAT: UNBEDINGT HINKOMMEN, ES WIRD ZIEMLICH GEIL WERDEN!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 7
All good things come to an end… und wir nähern uns dem Ende unseres Ausfluges nach Frankfurt und somit auch dieser Fotostrecke. Aber noch nicht heute. Also lehnt euch zurück, setzt die Lesebrille auf, steckt euch die Lesepfeife an und hockt euch in euren Lesesessel (sollte das euer Klo sein, macht nix, die Seite wird auch auf allen gängigen Smartphones klar dargestellt, an der Kindle-Version arbeiten wir noch) und ab geht die wilde Luzi:
So schaut die Messe in Frankfurt von außen aus. Nicht dass einer sagen kann wir wären net dort gewesen (auch wenn man so ein Foto natürlich auch leicht auf google finden könnt.) Wie Ihr seht dämmert es da bereits, es war 19 Uhr, die Messe schloss ihre Pforten und wir gingen – nach nur geringem Widerstand – auch brav hinaus. Beim Videobewerb wurden wir 6. (von 272 aus D, Ö und CH), davon gibt’s aber keine Fotos, dafür ein Video, dass sich irgendwann einmal auch auf Youtube verirren könnte, so wir es denn endlich fertig schneiden schaffen. (Das bissl Fotos posten hier und ein paar dumme Satzerl dazuschreiben is ja net wirklich Arbeit, ich lass es nur gern so ausschauen, damit ich von dern andern net auf die Finger krieg.) Aber unser Drummer/Cutter/Regisseur is momentan viel zu beschäftigt damit, die Welt zu einem besseren Ort zu machen (mit einer 80 Seiten Bachelorarbeit, seinem guten Aussehen und seiner vorbildlichen Körperhygiene… na, übertreib ma net, die Hygiene und das Aussehen könn ma wieder streichen) deswegen bitten wir um Geduld, Beschwerden ausnahmsweise nicht ans Salzamt sondern direkt beim Stefan vortragen, dem SCHLAGzeuger. (/nlp)
Es war also 19.00 und wir irgendwo in Frankfurt mit noch 4 Stunden Zeit bis der Zug fahren würde. Was also machen? Wie man auf dem Bild sehen kann, hatten wir absolut keinen Plan. Wir saßen da an einer Straßenecke und blickten uns in alle Windrichtungen um, warteten auf freundliche Einheimische, aber das einzige was auftauchte, war ein riesiger GRIZZLYBÄR. Ein Glück, dass der Edi – ein bekennender Bear Grylls Fan und Zuschauer – geistesgegenwärtig seinen mächtigen Körperbau und seine dichte Körperbehaarung nutzte, um dem Bären zu zeigen, wessen Grätzel das hier war. Der eingeschüchterte Kodiak bäumte sich ein- zweimal auf, senkte sich dann auf alle Viere, krabbelte an den Edi heran, schnupperte ein wenig, verzog seine Schnauze und flüchtete jaulend in den Großstadtdschungel zurück, wo die Grizzlies zu Hause sind. Beeindruckt von dieser abenteuerlichen Leistung gaben die anderen dem Vorschlag zur weiteren Abendplanung nach, den Edi vorbrachte: “Schau ma wo ma da a Bier herkriegen und trink ma a paar. Weil nüchtern steig ich net in den Zug.” Die beiden Herren da im Bild (neben dem Grizzly) sind übrigens Günther und Gernot, von denen werden wir später noch hören. (morgen dann, ehrlich…)
Beeindruckt vom Edi seinem Bären-Mimikry wollte auch der Alex noch einmal männlich-animalisch posen (vielleicht hat er auch nur nachgschaut ob noch alles da is, was weiß ich). Aber dem Alex fehlt halt die Leibesfülle zum Grizzlie (was per se nix schlechtes is, immerhin kommt er beim Ersteigen von drei Stiegen net ins Schnaufen und wird wohl älter als 50), auch wenn das sich abzeichnende Doppelkinn da vielleicht täuschen mag, das is nur sein dicker Nacken vom ständigen “den-Bass-um-den-Hals-tragen”. Macht aber gar nix. Rats amal wer das Foto gemacht hat. Wir haben uns halt schon auf die Nacht im engen Zugabteil eingestellt.
Ja, wir hatten Frankfurt erobert. Den Himmel zum Einstürzen gebracht, mit Bären gerungen, tolle Musik erlebt und viele noch tollere Leute kennen gelernt. Geil war er, der Tag auf der Frankfurter Musikmesse. Und das alles mit einem leichten Hangover (weils halt so sein muss als Rockstar) und einem schweren Schaden. Macht aber gar nix. Das zeichnet uns aus. Hier noch das abschließende Poser-Foto (wie gesagt: Rockstars) nachdem in vielen Jahren das Edi-Denkmal in Frankfurt modeliert werden wird. Nur ein bisschen schlanker. Und besser rasiert. Und auf jeden Fall weniger wund zwischen den Beinen. Ihr werdet schon sehen. Michael Jordan hat seine Statue vor dem United Center in Chicago. Und der Edi kriegt seine vor… vor… dem Ding, dessen Namen ich grad zu faul zu googeln bin, gestern wars bei Galileo, aber den Schmarrn schau ich ja net…
ABER: noch gibt’s einen letzen Teil! Alles über die letzten Stunden am Frankfurter Bahnhof, warum wir die Dänen lieber als die Schweden haben und endlich auch was von Günther und Gernot gibt’s im finalen achten Teil des jetzt schon kultigen Fotoblogs, den ihr gerade gelesen habt. (Oder dessen Bilder ihr gerade angesehen habt, weil der Text eh nur dämlich und übertrieben albern ist)!
In diesem Sinne: Bussi bussi, bis morgen!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 6
Pfuh… Wie war Euer Wochenende? Meins war lustig. Wer mich in echt trifft erfährt auch warum. (Kleiner Tipp: Es hatte was mit Musik zu tun), aber ohneUmschweife und pünktlich zum Hauptabendprogramm:
So ziemlich das Erste, das Einem beim Betreten der Messehalle auffiel, war die orange Wand aus Orange-Verstärkern. Der Alex sagte irgendwas von legendär, der Edi hingegen meinte: Orange. Damit war seine Meinung von den Dingern auch schon gefestigt. Erst recht, als der Alex feststellte, dass das nur Attrappen waren, was sich ganz leicht mit einem Ruck an der orangenen Abdeckung beweisen ließ.
So ziemlich das Zweite, das einem auffiel, war, dass die Wand gar keine Wand war sondern ein Würfel. Während der Edi dem Alex unbedingt erklären wollte warum trotzdem schon die Wand 3D war (nicht weil der Alex das nicht gewusst oder es ihn interessiert hätte, nein, nur weil der Edi es eben wusste und damit angeben wollte, die vier Kaffees vorher taten ihr übriges dazu), bewies der wiederum mit einem saloppen “FAKE”, dass hier mehr Schein als Sein (was ihm der Edi dazu alles sagen wollte, pfuh, spätestens bei Heidegger stieg der Alex aus) war und riss willkürlich Verkleidungen von den Verstärkern, die dort standen, und zog sie dort probe-spielenden Gitarristen mit den Worten “Ihr brauchts sechs Saiten um das zu spielen was ich mit vieren schaff’” über den Kopf. Dabei lachte er wie verrückt und hüpfte von einem Bein aufs andere. Und meinte irgendwas von der Königstochter ihrem Kind. [Es könnt aber auch sein, dass der wenige Schlaf und das viele Koffein mich ein wenig mitgenommen hatten und der Alex sich eh absolut angemessen benommen hat, aber ganz im Ernst: Wär das eine Geschichte wert? - Edi]
Aber der Alex beruhigte sich bald: ein großer Schwarzer hatte seine Aufmerksamkeit erregt indem er ihn in seine Arme nahm und ihm mit seiner tiefen Stimme imponierte. Der Alex schnappte sich einen Bass und spielte den “Häfn” [oder so] einmal geflissentlich an, lächelte nur über die Versuche des Verkäufers ihm, IHM, was erklären zu wollen und zeigte der Frankfurter Musikmesse mal, wie das mit dem Groove ausschaut und sich anhört. Minuten später hatten sich schon Massen vor ihm versammelt: Frauen gebaren, Männer ejakulierten und Jugendlichen wuchs ihre erste Schambehaarung, selbst die Gitarristen schalteten sich um eine Stufe leiser oder setzten gar Kopfhörer auf. Die Trompeter spielten eine Fanfare, der Himmel öffnete sich, die Englein spielten Harfe und die ganze Schönheit der Göttlichen Schöpfung offenbarte sich den Zuhörern in just diesem Moment. Bis aus irgendeiner Ecke ein Keyboarder schrie: “Na und? Das mach ich mit Links!” Die Himmelspforte schloss sich, die Englein fielen vom Firmament und starben an Gehirnblutungen und die Gitarristen drehten sich wieder voll auf, damit ja jeder hören konnte wie gut sie “Stairway to heaven” oder “Smoke on the Water” spielen können. Und wie laut erst. Der Edi klopfte dem Alex auf die Schulter, schüttelte traurig den Kopf, kratzte sich am Popsch, roch an seinen Finger drehte sich um und setzte seinen Weg durch die Messehalle fort. Und der Alex? Der weinte ein bisschen innerlich und viel äußerlich, steckte den Bass ab, gab ihm dem finster dreinschauenden Angestellten wieder zurück, ging an den Fender-Stand und fragte, was denn so eine Stratocaster koste.
Wenige Glückliche haben es erlebt geschweige denn überlebt um davon zu berichten, aber auch unser Frontman “beherrscht” (gwahahahahaha) ein Instrument: die Ukulele. Zumindest so ein bisserl. Und die E-Ukulele in seiner Lieblingsfarbe hatte es ihm gleich angetan. Er greift da gerade einen G-Dur Akkord, einen der vier einfachen Akkorde, die er kann. Einer mehr als für ein durchschnittliches Rock ‘n’ Roll Lied notwendig sind. Wenn er jetzt noch Rhythmusgefühl und Timing kennen würde, könnts ja ganz spannend sein und gefährlich für den Philipp werden. Aber so, so fällt nur auf, dass die Ukulele rosa is… und der Edi zurecht “nur” Frontman. Das Modell hat übrigens der Alex ausgesucht, der meinte: “Wenn es eine perfekte Gitarre für dich gibt dann die.” Ein schamloser Penislängenvergleich. Was muss der Kerl auch Bass spielen?
Dann allerdings: den Bass hat der Alex auch gespielt. Ein sogenannter “Piccolo-Bass”. Was der kann? Handlich sein. Klein sein. Sauteuer sein. Aber spaßig. Was das fiese dran is: er kommt halt net so tief wie ein großer (simpelste Physik). Macht aber nix, wir können immer tiefer… muhahahaha
So, das wars für heute. Vergesst nicht auch morgen wieder reinzuschauen, für einen weiteren Teil, mit Jubel Trubel Heiterkeit. Noch ein wenig von der Messe, und dann der Rest des Abends. Seid gespannt!
… fast hätt ichs vergessen: ich hab heute weder ein Foto vom Günther noch vom Gernot, aber lasst euch versichert sein: Von denen hören wir später noch!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 5
Wer hätte gedacht, dass dieses Ding namens “Arbeitswelt” weit anstrengender ist, als ich das bisher aus meiner Rockstar-Perspektive angenommen hätte. Das soll jetzt net vermessen klingen. Nur abgehoben und illusionär. Wuhuu…
Um auf eine der offenen Fragen der letzten Ausgabe zu antworten: den Herren haben wir angerufen. Franz Schobert von Session Music – der Firma die den Musikvideowettbewerb ausgeschrieben hatte… um den ging es ja eigentlich oder? 5 Posts und erst jetzt führ ich das an… oh yeah… – der für uns zuständig war und uns begrüßte. Uns wurden die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich schnell bewusst: in Deutschland ist man gleich mal per Du und nicht per Sie, in Deutschland ist man selbst in der Früh freundlich und net grantig und mit Todesblick bewaffnet und offensichtlich duscht man sich in Deutschland in der Früh. Gut, normalerweise tun wir das auch, aber unter all den gewaschenen Menschen fielen wir uns selbst negativ auf. Allerdings hatten wir halt den Anreisenden-Bonus und alle rochen höflich darüber hinweg. Nichts desto trotz wussten wir, dass sie nicht vor Freude uns zu sehen Tränen in den Augen hatten. Btw: Sogar der Philipp hats mit aufs Foto geschafft, obwohl er in diesem Moment wohl noch immer schlafend im Bett lag… wobei, so wir den Philipp kennen war er schon wach, hatte den Garten bestellt, einen Baum gepflanzt, sein Auto gewaschen, die Welt zu einem besseren Ort für Weinbergschnecken gemacht, Kühen das Sprechen beigebracht, sämtliche ausgebrannten Lampen im Haus ausgetauscht und festen morgendlichen Stuhlgang gehabt. Hach, der Philipp, ein Sinnbild der gesunden Verdauung.
Wir wurden dann auch gleich interviewed. Als Exoten aus dem fernen Osten waren wir halt doch eine Sensation. Und bei unserer natürlichen Fotogenität und Ausstrahlung mussten wir den Leuten mit der Kamera ja auffallen (und den Ladies erst, aber das is eine andere Geschichte). Zu dem Thema haben wir allerdings eh schon was geposted. Dementsprechend: folget dem Link!
Nach dem Interview waren wir noch ganz hibbelig, deswegen reagierten wir uns ab. Auch wenns auf dem Bild vielleicht so aussieht: nein, nicht mit Masturbation oder sonst welchen Schweinereien, sondern an den ausgestellen “Neuen iPads” (weil “iPad 3″ darf man net dazu sagen). Der Zugriff aufs Internet war zwar nur beschränkt, aber wir schafften es auf Facebook und stellen unsere Seite gleich als Browserstartseite ein. Dann stellte sich heraus, dass Safari unsere YouTube Videos net darstellen kann und wir wären erst wieder gefrotzelt gewesen, hätts “Verkaufgespräch” net ständig auf den riesigen Bildschirmen an der Wand gespielt. Dementsprechend lächelten wir schelmisch fürs Foto und der Günther gleich mit. Ich würd ja gern sagen, dass der Facebook- Post am Dienstag die Wahrheit gesagt hätte und wir jetzt mehr vom Günther hören, aber sein Highlight kam erst am Schluss der Reise, deswegen… hören wir später von ihm.
Während all der Fototermine, Interviews und boshaften Hack-Versuchen wurde der Edi immer grantiger und grantiger. Da sein Frühstück ein lausiger McRib war und man zu dem eben keinen Kaffee trinken kann, sank seine Stimmung direkt proportional zu seinem Koffein-Level. Kaum waren wir also in der Messe-Halle zog es ihn an all dem Musiker-Kram vorbei zuerst auf die Toilette und dann zum Kaffeestandl – oder wie die Deutschen sagen: Café-Kiosk. Aber dass die Gier ein Hund ist, merkte er spätestens, als er spürte, dass Kaffee nun mal heiß ist. Hätte ihm sein Papa das mit der heißen Herdplatte erklärt, als er noch ein Kind war, hätt er sich viele Schmerzen erspart. Aber so… Was Hänschen nicht lernt…
Macht aber gar nix. Kurz darauf hatte der Edi dem heißen Kaffee auch schon wieder vergeben und ihm seinen besten Schlafzimmer-Blick geschenkt. Wie man deutlich sieht, hilft auch der stärkste Kaffee nicht gegen die Zeichen der Müdigkeit. Oder des Alterns. Oder leichtes Übergewicht. Oder übermäßige Gesichtsbeeharung. [Ich sollt aufhören mich selbst runter zu machen, ich schreib das schon heulend in einer Ecke liegend. - Edi] Aber er rettete den Tag. Denn noch war die größte Musikmesse Europas vor uns. Und eine Preisverleihung. Und eine Heimfahrt.
In diesem Sinne: Stay tuned bis zur nächsten Folge unserer Foto-Lovestory, in der es mehr von der Messe zu sehen geben wird: also vor allem wie der Alex alle mit seinem Können beeindruckt und der Edi alle mit seiner Ignoranz provoziert und teure Musikinstrumente mit seinen Wurschtfingern antappst…
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 4
Pfuh. Gestern noch dämlich Witze über den Kapitalismus gemacht, heute schon darunter leidend. Immer später werden diese Beiträge geposted, um Euren Abend auch dementsprechend aufzuhellen. Is eh gscheiter später am Abend was zu lesen als Fernzuschauen (dass Ihr das hier vermutlich auf einem Computerbildschirm lest, das blend ich mal galant aus). Also weiter geht’s mit unserer Tour dé Frankfurté:
Es war also 6 Uhr morgens, als wir ankamen. Geil. Da geht in Frankfurt nämlich genauso die Post ab, wie in Eisenstadt um 6 Uhr morgens: Gsoffene beim McDonalds, Gsoffene auf dem Heimweg und die Geschäfte alle zu – mit Ausnahme der 24 Stunden-Bar beim Bahnhof, in der allerdings nur Gsoffene waren, die noch nicht heimgehen wollten. Um 9 würde die Messe ihre Tore öffnen. Was machst also? Genau: du schaust dir diese fremde Kultur an, die große Geister wie Goethe, Adorno und natürlich Martin Schneider hervorgebracht hat. Per pedes nämlich. Während Edi schnaufte, dass er seine Sportunterwäsche nicht mithätte, meinte der Alex motivierend: “ah das geht scho, die drei Stunden werden so schnell um sein, dass glaubst gar net.” Auf dem Foto nachgezeichnet seht ihr unsere Strecke. Als nach zweieinhalb Stunden die Frage aufkam: “Wie weit sind ma jetzt wohl von der Messe entfernt?” meinte der Edi nur: “Heast, i bin Gangsta, ka Geographielehrer”, setzte sich an eine Straßenecke und begann bitterlich ob seiner wunden Oberschenkelinnenseiten zu weinen.
Wir betraten die historische Altstadt Frankfurts und besuchten auch den Rhein. Von dem haben wir kein Foto gemacht. Schaut aus wie die Donau, riecht wie die Donau, ist aus Wasser wie die Donau – been there, done that. Außerdem haben wir von dem keine Fotos gemacht, wir Hirnis, aber ganz ehrlich: ein Fluss is ein Fluss is ein Fluss. [Und ja, ich weiß dass das der Main ist, der da durch Frankfurt fließt, aber hey: "Gangsta, kein Geographioelehrer", remember? Im Allgemeinen hab ich mich strikt geweigert den Fluss bei seinem richtigen Namen zu nennen, aus Ignoranz und Absicht, nicht wegen dem Mangel an Aufmerksamkeit damals im Geographieunterricht. - Edi] Auffällig im Bild ist das weiße “U” auf blauem Grund, ein Zeichen, dass den Edi aufschreien ließ: zuerst vor Freude, weil er endlich nicht mehr würde hatschen müssen, dann vor Schmerz, weil der Alex meinte, wir sollten unser Geld lieber für Bier sparen und nicht für öffentliche Verkehrsmittel ausgeben – eine alte Wiener Bauernweisheit.
Irgendwann kamen wir dann doch an. Die Frankfurter Messe ist riesig. Also so richtig. Deswegen hats auch drei Eingänge. Und wir waren beim falschen. Zweimal. Als wir schließlich den richtigen fanden, hatten wir nochmal die Strecke Eisenstadt – Neusiedl zurückgelegt, dafür war es 9 Uhr und wir durften rein. Wir und alle anderen zighunderttausende Besucher. Aber wir behielten die Ruhe. Wir hatten ja eine Telefonnummer. Die riefen wir an und dann hieß es warten. Und unpassende Fotos der Bandkollegen machen, die keinen Hehl aus ihrer Müdigkeit machen, statt so zu tun als wär man topfit, nur um männlich zu sein… GELL ALEX? Der Lockenkopf der da neben dem Edi auf seinem iPhone ein “Point&Click” – Adventure spielt is übrigens der Günther…
… von dem hören wir später noch!
Im nächsten Post gibt’s dann endlich Bilder direkt von der Messe. Wir kommen also zum dritten Akt dieser aristotelischen Tragödie (wobei mich die böse Ahnung beschleicht, dass auf eine Kartharsis unserer Helden am Ende wohl vergeblich gewartet werden wird). Wen hatten wir angerufen? Was erlebten wir auf der Messe? Und wann verdammt noch mal HÖREN WIR ENDLICH WAS VON DIESEM GÜNTHER UND DIESEM GERNOT?
Antworten auf diese und viele wichtige Fragen des Lebens, demnächst hier!
P.S.: Ich hoff, dass ich morgen pünktlicher zum Schreiben komm, aber ich arbeit mir grad ein kleines Überstundenpolster an, damit ich am 27. April auch rechtzeitig zu unserem Gig in Asperhofen komm!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 3
Spät is es geworden, dafür ein großes “‘tschuldigung”, aber da ihr nicht oft genug “Gefällt mir” klickt muss ich noch einem Brotjob nachgehen und selber kochen, waschen und Skyrim spielen. Den Lakai für die jeweiligen Sachen kann ich mir noch nicht leisten, denn sonst würde ich mich ja auf die wichtigen Sachen konzentrieren: Skyrim spielen nämlich!
Morgens, kurz vor Sechs in Deutschland.Wie man recht deutlich an der Reklame im Hintergrund merkt sind wir in Frankfurt. Frankfurt am Main that is. Weil es gibt auch eins an der Oder. Oder so. Egal, wie viele vielleicht wissen steckt ja hinter der FAZ oft ein kluger Kopf. Kein Wunder, dass sich Alex und Edi davor postiert haben, frei nach dem Motto: “Wer so gut aussieht,…” Der fröhliche Schein der beiden trügt im Übrigen. Die Nachwirkungen der Nacht und der katalanischen Belagerung steckten noch tief in den Knochen: was man zuerst für ein “Peace”-Zeichen halten könnte drückt nur die Antwort auf die Frage aus: “Wie oft haben sie dich heute Nacht an Stellen berührt, an denen sie das eigentlich nicht tun sollten.” Und durch seine gefletschten Zähne zischt der Alex: “Tu net so, als hätt es dir net gefallen…”
Nach all den Eskapaden und Schmerzen der Nacht war trotzdem die erste “Sehenswürdigkeit” ,zu der es unseren geliebten MC hinzog, der erst-beste Sexshop. Aber nicht nur irgendein Sexshop. Die WORLD OF SEX. Muhahahahaha [muss man sich wie einen Lacher von Dr.Evil vorstellen] Der hatte halt noch zu, um halb Sieben uhr morgens. Macht aber nix, die Fetischpuppen in der Auslage taten ihr übriges und halfen die Strapazen der Nacht kurz zu vergessen. Der Lockenkopf da im Bild (der – schwöre – versucht den Edi von diesem verlotterten Ort wegzuziehen) ist übrigens der Günther, von dem hören wir später noch.
Zu unserer eigenen Überraschung mußten wir feststellen, dass sich die Nachricht, dass wir nach Frankfurt kommen offensichtlich herumgesprochen hatte, denn zahllose Anhänger hatten sich bereits seit Wochen in Zelten einquartiert um unsere glorreiche Ankunft ja nicht zu verpassen. Wie man sieht haben sie die Zeit positiv genutzt und uns gleich einen Götzen errichtet, weil sie offensichtlich wissen, was das einzige ist, das uns heilig ist! Das Poster, das gut lesbar ist drückt übrigens die Geisteshaltung aus, weil wir spekuliert haben, ob wir ihnen einen Besuch abstatten oder nicht, worauf einige von ihnen uns androhten, sich aus dem Fenster ihrer Zwei-Mann-Zelter zu stürzen, wenn wir uns nicht für einen Besuch entscheiden würden. Es war ein diplomatisches Patt: Sie wollten uns unbedingt sehen und berühren und wir, wir hatten keine Lust von Leuten die seit Wochen in einem Zelt schlafen berührt zu werden. Wär ja noch besser. Dann könnten wir ja auch zulassen, dass der Philipp tatsächlich mal bei einem Konzert reden darf. Tss…
So, hier legen wir mal eine Pause bis morgen ein, um still unserem Gott, dem Euro, zu gedenken und zu seiner Ehre einen Stier zu opfern [wer die Allegorie checkt kriegt ein Supersternderl, weil - den ganzen Spaß beiseite : natürlich unterstützen wir in den Grundüberlegungen die Anliegen der Occupy-Bewegung und kritisieren die oft unüberlegte Art, wie mit dem Geld anderer Leute umgegangen wird].
Also schaltet euch morgen wieder ein für mehr verkopfte Allegorien, mehr Schwachsinn aus Frankfurt und, yet again: MEHR NA15!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 2
Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, ich hatte mich in Rage geschrieben und euch etwas Schweinisches versprochen. Nun gut. Striktes Jugendverbot ab hier. Echt jetzt. Wird grauslich…
…aaah, ich hab geblufft. Aber nachdem Ihr was schweinisches erwartet habt:
Der schweinische, doch subtil sportliche Wettkampf war: “Wer britschelt weniger daneben während er im fahrenden Zug uriniert?” Ums kurz zu machen: Alex hat gewonnen. Wegen Disqualifikation. Edi hat sich nämlich hingesetzt. Und auch wenn das clevere Ausnutzen von Schlupflöchern in den Regeln ihn zu einem tollen Politiker machen würde, war der Wettkampf ein zutiefst moralischer. Und der Alex beim Streit ums Schlupfloch stärker. Das wurde nämlich ausrambolt. Und der Alex fing an. Obwohls noch gar net ausgmacht war, dass wir es überhaupt ausrambolen…
Kokett wie er is, hat der Alex auch gleich ein Siegerfoto gemacht. Was man nicht sieht: Edi, wie er sich am Boden vor Schmerzen windet und zwei Oktaven höher als gewöhnlich dem Alex Namen gibt, die hier niederzuschreiben im Sinne der Political-Correctness einfach nicht richtig wäre. [Mir fällt erst jetzt auf, wie schön doch die Klotür war. Also hätt ich damals schon gewusst, dass wir mehr oder weniger im "Hotel Savoy" der Schiene waren, ich hätt nicht gemacht, was ich um fünf Uhr früh dann auf dem Klo gemacht hab. - Edi]
Doch dem Alex kann der Edi nicht lange böse sein und so erwartete er ihn auch bald wieder in gewohnt lasziver Pose in ihrem Abteil: Ja, wir hatten ein weiteres leeres entdeckt und es uns dort gemütlich gemacht. Wie man sieht: Der Komfortfaktor mag gering sein, der Kuschelfaktor hingegen ist traumhaft. Da störten auch nicht die beiden Katalanen die in Regensburg zustiegen und die Schlaffläche drittelten, ganz im Gegenteil.: Platz ist in der kleinsten Hütte und die Katalanen wurden in Deutschland Zeugen der österreichischen Gastfreundschaft. Und wir? Wir wurden Zeugen der katalanesischen Bereitschaft SICH EINFACH IN EIN ABTEIL ZU SETZEN WO VERDAMMT NOCH MAL ZWEI LEUTE DRIN SCHLAFEN…
Die Beiden sind übrigens der Günther und der Gernot, von denen hören wir später noch…
So, das war’s für heute. Weiter geht’s am Montag. In Frankfurt dann. Versprochen. Weil zwei Tage für die Zugfahrt ist schon ziemlich außergewöhnlich. Aber auch ziemlich clever. Weil Spannungsaufbau und so.
Also klickt euch rein für Teil 3 am Montag mit der Antwort auf die Fragen:
Was (oder besser WOS) macht Frankfurt zu Frankfurt? Was machen die Zelte da vor der Europäischen Zentralbank? Was macht man wenn um 6 Uhr morgens in Frankfurt ist und noch immer drei Stunden Zeit hat?
In diesem Sinne: schönes Wochenende, stay tuned! Montag geht’s weiter!
Fotostrecke Frankfurter Musikmesse – Teil 1
Sodala, wir haben jetzt die Fotos mal alle gesichtet (506 MB in 48 Stunden? Echt jetzt?) und werden sie in den kommenden Tagen hier veröffentlichen mit einer kleinen Hintergrundgeschichte zu jedem, dass unseren strengen Qualitätskriterien gerecht wurde. Also ein wenig Foto-Lovestory Style (was gar net so abwegig ist, wenn man bedenkt, was Alex und Edi an diesem Abend alles erlebt haben… aber ich schweife ab). Also ohne großes Brimborium:
Am Abend der Abfahrt haben wir uns gechillt vor den Westbahnhof gesetzt (oder wars doch gesetzt vor den Westbahnhof gechillt?) und mal das Abendbrot der hart arbeitenden Gesellschaft zu uns genommen. Ungefähr 20 Minuten später auch gleich eine zweite Portion des besagten Abendbrotes. Und dann 20 Minuten später noch einen Nachschlag. Und circa 20 Minuten später noch eine Nachspeise: Bier nämlich. Wie man sieht, hält es Alex mit heimischen Produkten, während unser geschätzter Frontman – verwöhnt wie er is – sich nur mit Importiertem zufrieden gibt. Der Gesichtsausdruck ist übrigens – laut eigenem Bekunden – “Gangster” und nicht “Ekel”. Weil – Zitat Edi: “Oida im Siebntn muaßt zagn wie Gangsta dassd bist, damitst an Respekt kriagst.” Blöd, dass der Westbahnhof im Fünfzehnten liegt. Aber hey, der Edi ist Gangsta, nicht Geographie-Lehrer. (Was sich später noch deutlicher zeigen wird.)
Eins vorweg: die ÖBB bietet 29 Euro-Fahrten durch ganz Europa an. Wenn man schon ein halbes Jahr vorher bucht. Ah eh. Uns wars wurscht, wir haben den berufstätigen Mitgliedern unserer Band einfach die Notwendigkeit der Reise dargelegt (und während sie schliefen unser Biergeld zusammengeklaut), schon war das erledigt. Blöd war, dass wir nicht gleichzeitig gebucht hatten, weswegen wir eigentlich in verschiedenen Abteilen hätten sitzen müssen. Eigentlich… Der Grund warum unser geliebter MC hier so schief grinst, ist schnell gefunden: Er – besser seine mangelnde Körperhygiene – haben uns ein freies Abteil besorgt. Dass natürlich der Rest unserer kleinen Reisegruppe mit eben jener Körperhygiene leben musste war die Kehrseite der Medaille. Der Lockenkopf im Vordergrund ist übrigens der Günther, von dem hören wir später noch.
Je später der Abend wurde, desto knapper wurde das Bier, aber auch umso zahlreicher die Anspielungen auf Sylvester Stallone Filme (man beachte die Kappe, die ganz in “wenn ich meine Kappe umdrehe ist es, wie wenn ich meinen Truck starte” – Manier umgedreht ist bei Edi und eine Hälfte der klassischen “Rocky“-Pose bei Alex). Aber der Streit ums Bier war schnell geklärt, der Gewinner eines sportlichen Wettkampfs sollte es bekommen. Wer jetzt aufgrund des Fotos glaubt es wäre Armdrücken irrt. Es war was viel schweinischeres.
Wie wurde der Streit ums Bier geschlichtet? Was geschah zu späterer Stunde noch im Zug? Wie und wann kamen wir in Frankfurt an?
Antworten auf diese und alle anderen wichtigen Fragen in den kommenden Folgen unserer “Fotostrecke Frankfurter Musikmesse”! Stay Tuned!
NA15 – Interview mit delamar.de
9 Uhr morgens Frankfurt: Die Frisur hielt zwar, aber die Aufmerksamkeitsspanne war nach einer – waren es neun, zehn, oder gar zwölf Stunden.. ach, á la recherche du temps perdu… LANGEN Zugfahrt dann doch schon verhältnismäßig kurz. Wir stolperten also halbmüde und unterkoffeiniert über das Messegelände Frankfurt in Richtung Session Music Zelt. Kaum dort angekommen war unsere Müdigkeit aber auch schon bald verflogen: eine solch herzlich Begrüßung in den frühen Morgenstunden tat äußerst gut. Wir unterhielten uns also mit den freundlichen Leuten von Session Music und erzählten ihnen von unserer abenteuerlichen Fahrt. (Gut, vielleicht haben wir die Sache mit den Werwölfen und den barbusigen Amazonen, die zwischen Passau und Regensburg im Speisewagen miteinander kämpften, erfunden – es gab nämlich im Zug gar keinen Speisewagen – aber in den Grundzügen war unsere Schilderung doch sehr detailreich, vor allem wenn man bedenkt, dass sie mit der Kurzform: “In den Zug eingestiegen, Bier getrunken, schlecht und wenig geschlafen, aus dem Zug ausgestiegen” eigentlich schon zur Gänze erzählt ist.)
Als wir so am Ausschmücken unserer traurigen, kleinen Leben (nämlich ohne Speisewagen, ohne Werwölfe und OHNE barbusige Amazonen) waren, betraten zwei Herren mit einer Kamera und einem Mikrofon das Zelt (die Legende besagt, dass die Engel gesungen, Frauen geweint und Babies gelacht haben als sie das taten). Sie kamen von Delamar und wollten ihr Messe-Abschlußvideo drehen. Und unser Tag wurde gleich noch um vieles besser als wir gefragt wurden, ob wir denn auch im Video zu sehen sein wollen. (Dass wir so oder so “unauffällig” durch das Bild gelaufen wären haben wir ihnen natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht verraten, wir Marketing-Genies, hähä.) Und schon wurden wir interviewed (bei Minute Drei kommen wir ins Bild):
Danke Paul! Danke Olli! DANKE Franz!
Jetzt wo wir voller Energie und Selbstvertrauen waren konnte der Tag auf der Musikmesse Frankfurt so richtig losgehen… naja, zumindest nachdem der Edi endlich seinen Kaffee bekommen hatte!
In diesem Sinne: stay tuned für mehr von unserem Ausflug, mehr vom Videowettbewerb (wegen dem wir ja dort waren) udn vor allem MEHR NA15!






